Es sollte nur ein kurzer Trip werden, mal eben von Porto Santo nach Madeira.
Wir verlassen Porto Santo bei einem steifen NE 4-5, der uns nach Madeira trägt, eine bequeme Vorwindkreuz bei stetig zunehmender Atlantikdünung
Die Marina Quinta do Lorde wollen wir anlaufen und hatten eine Woche vorher einen Platz gebucht. Die Marina ist voll, kein Platz.
Notgedrungen folgen wir der südlichen Küstenlinie, der Wind nimmt zu, kein Leeschatten durch die hohen Berge Madeiras, auch eine neue Erfahrung. Die Berge leiten den Wind einfach um die Insel herum. Wilma muss Fallwinde in Böen ertragen. Alternative Ankerplätze erscheinen uns bei diesen Böen zu riskant und so setzen wir den Kurs auf Funchal.
Auch hier ist der Hafen voll, der Hafenmeister ist kein Stück kompromissbereit und so ankern wir in dem ausgewiesenen Ankerfeld vor Funchal.
Dieses Ankerfeld ist in der Seglergemeinde berühmt berüchtigt, in der permanenten Dünung findet keine Schiffscrew wirkliche Ruhe. So brechen viele ihren Stopp auf Madeira vorzeitig ab und segeln weiter zu den Kanaren.
Wir aber wollen Madeira entdecken, die hohen Berge, das Grün der Insel sind einfach zu verlockend.
Die 20 Meilen entfernte Marina Calheta hat einen freien Liegeplatz, und wir verlassen das Ankerfeld Kurs Calheta.
Zu unserer Überraschung bietet die Marina viele freie Plätze. Auch hier gibt es einen gewissen Grundschwell, der jedoch gut tolerierbar ist. Alles wirkt sehr touristisch.
Das Angebot an Restaurants am Kai ist verlockend, wir gehen essen.
Das war kein Erlebnis, das können wir (Reini!) besser. Der nahe Supermarkt bietet eine komplette Versorgung, frisches Gemüse, Fisch- und Fleischtheke. Wir kochen lieber selbst.
Das Schiff liegt sicher, ein Auto wird gemietet und wir erkunden Madeira.
Eure Wilmacrew
Standort Calheta auf Madeira, 14.09.26
(Fallwinde: das erinnert die Älteren an Segler Gustaf von der Sindbad, der bei den Segelerlebnissen beim Schwager auf dem Bodensee auch damit zu kämpfen hatte….) 😊
