Starkwind aus West oder Südwest. Ein sinnvolles Weitersegeln Kurs West war für uns keine sinnvolle Option.
Wir entschieden uns von Delfzijl aus, die „Staande Mastenroute“ zu nehmen.
Das Wetter war wechselhaft, reichlich Regenschauer und heftige Temperatureinbrüche.
Vor der Reise hatten wir alles gecheckt, nur die Standheizung nicht! Es sollte in die Wärme gehen. Jetzt ist die Standheizung defekt, keine Wärme im Schiff, und zwei frierende Skipper sind das Resultat.
Im strömenden Regen erreichten wir auf dem Emskanal Groningen.
Stina, unser zweiter Gast, stieg in Groningen ein.
Die „Staande Mastenroute“ ist im nördlichen Teil für Segelboote nur eingeschränkt zu befahren. Brücken und Schleusen werden saniert. Für uns bedeutete es lange Wartezeiten an Brücken und Umwege im holländischen Kanalsystem.
Die südliche Route ist zurzeit für Segelboote nicht nutzbar, da entscheidende Abschnitte saniert werden, auch Ausweichrouten sind gesperrt.
Das Highlight, die nächtliche Durchfahrt durch Amsterdam, fiel damit leider auch aus, stattdessen ein Hafentag in Amsterdam mit lohnender Entdeckungstour durch die Grachten mit dem Fahrrad.
Dann setzten wir unsere Reise auf dem Seeweg fort und verließen das holländische Kanalsystem in Ijmuiden.
Das Seewetter bringt uns in der nächsten Woche schwache wechselnde Winde.
Mit einer Kreuz auf Scheveningen ging es weiter, sehr mühsam, bei stehender Welle und flauem Wind. Aber, endlich, wir segeln wieder! Das Motorgedröhne ist uns mittlerweile unerträglich.
Bei der vorhergesagten Flaute für morgen (19.06) bleiben wir in Scheveningen, schauen uns Den Haag an und hoffen auf etwas Wind für den kommenden Samstag, der uns vielleicht nach Ostende bringt.
Eine Schwachwindphase mit wechselnden Winden ist bis Samstag angesagt, dann ist uns eine stabile Ostwind-Starkwindphase versprochen.
